Ausbildung zur Ehrenamtlichen Hospizbegleitung

Der Beginn für die Ausbildung im Bereich der Ehrenamtlichen Hospiztätigkeit, wird sich geplant vom Herbst diesen Jahres ins neue Jahr 2014 hineinverschieben, da derzeit ein neues Modell für die Ausbildung ausgearbeitet wird.

 

Ursprünglich war Ausbildungsbeginn für den September angedacht, Laufzeit über ein halbes Jahr, an sechs Wochenenden.

Nächste Woche werde ich genaueres erfahren von dem Leiter, des von mir ausgesuchten Hospiz. Ich bin schon sehr gespannt, wie dieser neu angedachte Weg sich gestalten wird.

 

Auf der einen Seite klingt Frühjahr 2014 gut – im Frühjahr habe ich generell mehr freie Zeit als im Herbst und bin ein wenig flexibler im organisieren, vor allem im Hinblick zu meinem Sohn, zu meiner beruflichen Tätigkeit, die im Herbst/Winter zeitlich einen größeren Umfang annehmen wird, einfach weil mehr zu tun ist und ich ein bisserle an Projekte planen bin und diese auch gerne umsetzen möchte...auf der anderen Seite hätte ich gar zu gerne jetzt bald sehr gerne mit der Ausbildung im Herbst begonnen. Einfach aus dem Grund, damit es endlich losgeht...

 

Diesen Weg der Ehrenamtlichen Hospizbegleitung zu gehen, ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen. Ich hoffe, ich werde den Anforderungen gerecht und kann mich in einem angemessenen Rahmen einbringen und manch einen Betroffenen und seine Lieben tatsächlich sinnig unterstützen...doch, dass ist mir wichtig. Nach wie vor!

Von meinen Wünschen und Vorstellungen diesbezüglich hat sich seit letzten Jahres in den vergangenen Monaten nichts geändert...

 

Jetzt fragt sich manch einer vielleicht – Upps, warum das, warum ausgerechnet sie? Sie hatte doch Krebs?

Vielleicht bringe ich aus genau diesem Grund und mit all den Erfahrungen die ich in den vergangenen Jahren sammelte, genau diesen Blickwinkel auf das Leben mit, um am Ende eines Lebensweges für jemanden da sein zu können, der dieser Unterstützung bedarf.

 

Und wenn ich für jemanden nur Kaffee koche oder einen Tee bereite, Behördengänge für jemand anderes übernehme dem dies nicht (mehr) möglich sein sollte, vielleicht einfach nur mal jemandem zuhöre und somit ein Stück Kraft und Ruhe zu schenken vermag, der dies für sich in welchem Moment auch immer braucht. Das kann ich nämlich gut – Kraft und Ruhe schenken.

Und wie der Leiter des Hospiz mir bestätigte, bringe vielleicht GERADE ich auf Grund meiner Erkrankung ein Verständnis und Wissen mit, dass einem anderen eventuell fehlt...

Keine Angst, ich passe dabei auf mich auf und auf mich wird in unterschiedlichster Form aufgepasst werden...dies zu Wissen ist gut!

 

2010 bin ich den Gedanken an ein Hospiz zum ersten Mal gefolgt. In dem Jahr, in dem alles für mich in Frage gestellt wurde. Ich konnte ja nicht mal ansatzweise ahnen, wie weit ich es schaffen würde gesund zu werden.

Das ich heute gesund bin – das war 2010 ein zu großer Gedanke für mich...und wenn ihr meinem Geschreibsel aus dem Jahr 2010 gefolgt seid, dann wisst ihr, dass ich der Möglichkeit meines Sterbens Raum gegeben habe und mir diesen nicht verbot.

Warum auch, ich sehe darin keinen negativen Gedanken, sondern habe den Tod als eine unwiderlegbare Tatsache angenommen. Mir geht es mit dem Annehmen dessen das dem so ist, leichter!

Umso mehr liebe ich das Leben und die schönen Dinge und lebe es bewusst, mit all meinen Macken, Eitelkeiten und Schönheitsfehlern und hoffentlich doch vielen liebenswerten Seiten an mir...

 

...jedenfalls wanderten meine Gedanken damals in Richtung Hospiz, sollte ich zunehmend derart schwer erkranken, dass absehbar sein sollte, dass ich mich nicht mehr um mich selbst kümmern kann. Wenn niemand da ist, der das kümmern um mich übernehmen kann, ohne für jemanden Last und Frust zu sein? Wer könnte dies dann sein, fragte ich mich? Wie sehen diese Menschen aus, die sich kümmern? Welches sind ihre Beweggründe, sich derart einzubringen?

 

Vielleicht möchte ich mir auch aus rein persönlichen Berührungsängsten zu diesem Thema meine Angst vor solch einem Weg nehmen. Hinschauen, fühlen, loslassen, einbringen...

 

Wer weiß, was überhaupt sein wird?

 

Hospiztätigkeit umfasst sehr viel mehr, als sich manch einer vorstellen kann. Pflegetätigkeiten und ähnliches werde ich nicht übernehmen.

Da sein dürfen, unterstützen im besten Fall, wie auch immer dies aussehen wird - mit großer Demut im Herzen!

 

Aufbau von uns Mädels, immer wenn es einer von uns mal nicht so gut geht und die Angst des Nachts oder Tages bei einer von uns um sich greift( mir geht es gerade gut, keine Bange):

 

Eines allzu fernen Tages, treffen wir Brustkrebsmädels uns noch immer in irgendeinem Park, plustern uns als alte Hennen über unseren vor uns herschiebenden Rollatoren auf und gaggern über vergangene Zeiten und müssen dabei tunlichst aufpassen, dass uns bei all dem unser Gebiss nicht aus dem Schnabel purzelt...

 

Ein Hoch auf die kommenden alten Tage...

Euer Frollein Wunderfein

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