Laufen lassen?

Ich denke, es ist mal wieder Zeit für einen neuen Blog!

Gut möglich, dass ihr von mir in den kommenden Wochen nicht allzuviel lesen werdet, da ich bis Mitte, Ende April ziemlich viel zu tun haben werde. Zum einen auf Grund der Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterin, zum zweiten meines Sohnes wegen, viele Arzttermine die anstehen und Kreativität, die ihren Lauf nimmt.

 

Kennt ihr das Gefühl, wenn man innerlich vor lauter Tatendrang brennt und am liebsten alles und sofort umsetzen möchte, damit frau weiß, es wird alles gut und richtig?

Mir geht das gerade so – das hängt ganz eng mit meiner Spontanidee zusammen, die ganz schön groß geworden ist und ungeahnte Möglichkeiten des sich Ausprobierens eröffnet. Aus einer Spontanidee sind quasi drei Projekte geworden, von denen zwei sehr eng beieinander stehen und das dritte ein Eigenläufer sein wird. Über jedes freue ich mich sehr! Über jeden der mitmacht, unterstützt und die Idee einfach für großartig erachtet.

Euren Rückhalt und Begeisterung zu erleben, bedeutet mir unendlich viel – Danke ihr Lieben!

In meinem Buch hatte ich immer wieder zwecks Mut machen und Kraft schenken für sich selbst, von meiner Wunschliste die an meinem Kühlschrank pinnt, erzählt – vieles von meinen Wunschlisten hat sich erfüllt – jetzt erfüllt sich vielleicht ein weiterer Wunschpunkt auf meiner Liste! Ein großer Wunschpunkt. Wenn auch anders als vorgestellt, aber eindeutig ein Wunschpunkt. Ein schöner Wunschpunkt, ein kreativer Wunschpunkt.

 

Es will viel organisiert sein, manches klappt nicht immer gleich so wie ich das gerne hätte, manche Lösung setzt ein neues Problem frei – für manches Problem brauche ich Hilfe damit es am Schluss auch wirklich so dasteht, wie wir das wollen. Manches setzt mich vor Rätsel, die gelöst werden wollen. Vielleicht denke ich manchmal auch nur zu kompliziert, um zu viele Ecken herum. Es soll schön und wunderbar werden.

Das Konzept steht, jetzt gilt es nur noch dahinzukommen, wo es hinkommen muss. Auch wenn es am Ende vielleicht ein wenig länger dauert, als erhofft. Hauptsache es klappt.

Geduld ist wohl nicht immer meine Stärke. Derzeit schon gar nicht. Vor Aufregung konnte ich anfangs nicht schlafen, laufe oft mit einem Honigkuchengrinsen durch die Straßen meiner Stadt.

 

Eine kleine Weile stand zur Befürchtung, dass es mit dem Projekt vielleicht nicht klappen könnte – dann kam die Nachricht einer Freundin, dass sie neben ihrer vielen Rezidive im vergangenen Jahr, nun multiple Organmetastasen hat. Was ein Schlag für die Freundin und ihre Familie. Aber auch für uns, ihre speziellen Freundinnen. Ab dem Moment brannte alles in mir. Ich möchte meine Freundin dabei haben. Für alle drei Projekte. Ihre Freude über die Einladungen zu erleben – kaum zu beschreiben. Fast schäme ich mich über mich selbst. Weil ich mich so hilflos fühle – denn das was ich tun kann, erscheint so wenig.

 

Wenn ihre Freude auch genau das ist, was mich antreibt und nicht loslässt.

Heute hat eine weitere Freundin die Diagnose Metastasen erfahren, neben der bereits vorhandenen Knochenmetastasen.

 

Der Moment, vor dem wir uns alle fürchten – eine jede von uns. Denn morgen kann auch ich es sein, die zusätzlich mit solch einem Scheiß leben wird müssen.

Unseren Geschichten möchte ich Raum schenken – aber gleichzeitig erscheint dieser Wunsch so irrelevant vor solche einer Diagnose.

 

Möchte schützen und bewahren...

Manches braucht Zeit um sich entwickeln zu können...

Aber das mit der Zeit ist immer so ein Ding...

Jetzt gerade geht es mir gar nicht gut...

Bin traurig, wütend, kann nur ahnen wie es der anderen geht...

Alles eine scheiß Ungerechtigkeit...

Was macht Sinn, was ist Unsinn...

Das weiß ich nicht immer...

Schau noch immer hinaus in die Welt und finde nicht zu allem den Anschluss...

Erscheint noch immer so banal und trivial auf mich...

Zu kalt, zu grau...

Nächste Woche habe ich Nachsorge...

Es würgt mich schon jetzt innerlich...

Mein Immunsystem lässt mich seit November im Stich...

Laufe ich noch in die richtige Richtung? Für heute weiß ich das nicht mehr...

 

Reichen wir der Anderen die Hand und unterstützen wo es uns nur möglich ist - Hände reichen - für dich, für mich!

 

Ich denke ganz dolle an euch...drücke meine Daumen, auf das alles gut wird und ihr ordentliches Werkzeug in der Hand haltet, um dem Scheissarschlochkrebs so richtig ordentlich einzuheizen und ihr endlich Ruhe habt - der Krebs endlich klein beigibt - Scheiss auf Statistiken und blabla! Wo ich euch helfen kann, bin ich da...

 

In Liebe

Euer Frollein Wunderfein

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Kommentare: 1
  • #1

    KerstinB (Dienstag, 11 Februar 2014 22:02)

    <3 <3 <3