Alptraum...

Kennt ihr das?

Ihr liegt in eurem Bett, wisst im Schlaf das ihr in eurem Bett liegt und euer durchlebter Traum nur ein Traum ist, somit nicht real und dennoch fühlt sich der Traum so real an wie nur irgendwas?

Du wünschst dir so sehr aufzuwachen und wachst einfach nicht auf?

So ging es mir heute Nacht und dieser Traum oder viel mehr Alptraum, verfolgt mich schon den ganzen Tag und mag mich nicht wirklich loslassen. Hm...

Nicht schön! Ich hab geträumt, dass bei mir Knochenmetastasen festgestellt wurden. Knochenmetastasen, die mal so ganz nebenbei in meiner Wirbelsäule und Becken gefunden wurden - lauter kleine Perlen, eine dicht neben der anderen aufgereiht.

Aber kein Arzt für mich da, der Zeit gehabt hätte mich zu behandeln. Es hiess nur, dass ich dies nun aushalten müsste und zu einem späteren Zeitpunkt in drei Wochen erneut kommen sollte. Aber das wollte ich nicht. Ich wollte JETZT behandelt werden und dennoch wurde ich weggeschickt. Die Panik in mir wurde daraufhin nur immer größer. Also liess ich meinen Sohn alleine in unserer Wohnung zurück und versuchte mir einen anderen Arzt zu suchen. Ich landete in einer Klinik. Es schien alles in Watte um mich gepackt zu sein. In mir wütete die Angst vor der Tatsache Knochenmetastasen zu haben, und das unschöne Gefühl in mir,  meine Belange über die meines Kindes gestellt zu haben, weil ich für mich kämpfen wollte, nach Lösungen und Antworten suchte.

Dabei wünschte mein Verstand sich so sehr - bitte, bitte - lass mich aufwachen und diesen Traum beendet sein. Lass dies alles WIRKLICH nur ein Traum sein und keine Realität, einfach weil ich das nicht will und dies bitte nicht wahr werden und auch nicht sein darf...

 

Das ist seit langer Zeit das erste Mal, dass ich solch einen bodenlosen und scheinbar nicht enden wollenden Alptraum hatte! Vielleicht weil ich morgen meinen Termin für meine halbjährliche Nachsorge/Früherkennung in meinem  Brustzentrum zu absolvieren habe? Spielen auf Grund dessen meine Nerven verrückt? Oder weil ich gestern Abend ein weiteres Stück Verpflichtung für unsere Zukunft eingegangen bin und ich vielmehr Schiss hab, dass ich alle Punkte zu dem Thema "Zukunft für mein Kind" nicht bewältigen kann? Einfach alles eine Hausnummer zu groß ist? Vom Thema Wohnprojekt Inklusion für uns, bis hin zum Thema Grundsicherungsrente, Vormundschaft beantragen, Anwalt in Bezug zum Vater meines Kindes beauftragen und mehr? Und was, wenn alle meine Bemühungen einfach nicht den erhofften Ertrag bringen, wir am Ende doch leerer als leer ausgehen? Oder ich eben doch mittendrin erneut erkranke - es ist ja erstmal alles darauf gestützt, dass ich weiter gesund bleibe. Will ich zuviel, wenn ich mir für meinen Sohn neue Zukunftswege wünsche als die ausgetretenen Pfade, auch oder gerade auf Grund seiner schweren Mehrfachbehinderung? Ist es zuviel gewollt, dass ich mir für ihn ein Zuhause wünsche, in der es sich auch zukünftig als behinderter Mensch gut und autonom leben lässt, irgendwann auch ohne mich? - zumindest so weit es für ihn möglich sein wird?

Heute Nacht wird es keine Alpträume geben und morgen schaffe ich auch!!!! Tschakka...alles Step by Step und Alptraum hinfort mit dir - immer so ein Scheiss aber auch....

 

Lasst es euch gut gehen...

Euer Frollein Wunderfein

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Kommentare: 2
  • #1

    Sylvia Pfetzing (Donnerstag, 06 November 2014 08:56)

    Hallo,
    ich wünsche Dir alles,alles Gute für deine Untersuchung und nur gute Ergebnisse.
    Und das Du nur das Beste für dein Kind und Dich möchtest ist doch ganz normal.......das möchte doch jede Mutter.
    Ich habe leider schon Knochenmetastasen und meine jüngste Tochter wird im Januar 16 und hat noch keinen Ausbildungsplatz........solche Dinge belasten einen sehr.Man möchte ja schließlich nur das Beste für seine Kinder. Im diesen Sinne alles,alles GUTE für dich und deinen Sohnemann :)

  • #2

    Frollein Wunderfein (Donnerstag, 06 November 2014 11:50)

    Hallo meine Liebe!
    Vielen lieben Dank für deine Unterstützung - gerade auch, weil du ja auch dein Extrapäckchen zusätzlich zu tragen hast...ich drück deiner Tochter sehr die Daumen, dass sich für sie die richtige Ausbildungsstelle findet....
    Und für dich: wenig Sorgen und vor allem - dass deine Therapie gut anschlägt und nix neues nachkommt und Ruhe bei dir einziehen kann!!!!

    Umarmung für dich und danke für deine Wünsche@
    Geht gleich los und mir ist ganz übel im Magen.....