Der Monat Oktober

Der Monat Oktober neigt sich seinem Ende und somit auch die voll durch terminierte Zeit. Der Rest des Jahres dürfte dann organisatorisch etwas ruhiger verlaufen – mal abgesehen von dem normalen Alltagswahnsinn, der uns so oder so begleitet. Wobei ich über diesen ja froh bin, dass ich ihn habe...


Das erste Highlight in diesem Monat war für mich, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben über einen hochoffiziellen roten Teppich schreiten durfte. "City goes pink" und "limipi" luden zur Deutschlandpremiere des Films: "Decoding Annie Parker" ein. Ein Film über die erste offizielle BRCA1 Patientin. Als BRCA2 Patientin berührte es mich im Anschluss sehr, per Skype Annie Parker live in die Veranstaltung zugeschaltet zu erleben. Trotz dreier Diagnosen in ihrem Leben, geht es ihr heute gut. Ich war wirklich sehr berührt....

Zum Empfang gab es Canapès, Sekt und angenehme Gesellschaft von Steffi und ihrer Freundin, die ich auf dem Event traf. Steffi ist eine der beiden Initiatorinnen des "Yoga for the Cure", die ich sehr schätze. Yoga kann einem auf das Beste durch eine Krebsbehandlung begleiten...


Wenige Tage nach dem Event machte ich mich auf den Weg nach Köln und nahm an einem Videodreh von goFeminin teil. Viele von euch haben ihn sicher schon gesehen über Facebook. An diesem Tag hab ich, zwar nur kurz, Katharina und Simone kennengelernt und Nicole via FB. Den Spruch schlechthin, hat Katharina geprägt: Eine Blume ist blumiger als vorher...



Für meinen Hospizverein konnte ich im Rahmen einer neuen Ausbildungsgruppe für ehrenamtliche Hospizbegleiter eine weitere Lesung aus meinem eBook halten. Für mich sind dies immer sehr bereichernde Momente, die ich kaum in Worte fassen kann. Sie sind für mich unglaublich wertvolle kleine Kostbarkeiten, die ich nicht missen möchte. Trotz mancher Tränen meiner Zuhörer – aber zum Glück, überwiegen am Ende die strahlenden Momente. Ich danke euch sehr, für jedes aktive Zuhören, für jede Frage und Umarmung...


Danke an

Mamma Mia! Das Brustkrebsmagazin für die Empfehlung im aktuellen Heft. Noch so eine wertvolle Perle für mich – Eva, von Mamma Mia! Danke für deine Freundschaft!

 

 

Ich hatte ja mal gesagt: "Haltet mich fest, wenn sich neue Ideen in meinem Hirn entwickeln sollten, ich WILL nichts neues mehr umsetzen." Aber irgendwie sind die Ideen dennoch da. Finden Gehör und wurden für extrem gut befunden. Mal sehen, wie weit sie mit Unterstützung umgesetzt werden können, im Laufe der nächsten ein oder zwei Jahre. Dafür hab ich heute in Bezug dessen gelernt, auch wenn man im ersten Moment von einer Situation persönlich extrem enttäuscht ist: "Geh in dich, lass das ganze Sacken und versuch zur Ruhe zu kommen und verkrümmel dich nicht wie eine beleidigte Leberwurst in der hintersten Ecke. Es gibt für alles Gründe. Nimm den Telefonhörer in die Hand und lass erklären, wie es zu dieser Situation hat kommen können. Geht es ja schließlich um das große Ganze!" Für Erdung und Mut braucht es Freunde! Danke an Katharina, Benni und Sabine...

 

Ja, das mit dem Mut ist auch immer so eine Sache. Auch wenn manches nicht immer glücklich läuft im Leben: manchmal ist es einfach nur mächtig gut, über seinen eigenen, persönlich beleidigten Leberwursthorizont zu springen und dem anderen die Hand zu reichen. Sich dessen Beweggründe anzuhören und dadurch die Möglichkeit zu haben, einer unschönen Situation den Stachel zu nehmen. Mit jemandem offen zu reden ist viel hilfreicher, als so manches geschriebene Wort, dass nicht immer so ankommt, wie der Andere es gerade versteht. Trotz bester Absicht.  Nicht leicht. Funktioniert auch nicht immer. Aber einen Versuch ist es wert. OK. Punkt. Im Hintergrund entwickelt sich neues und vielleicht auch großes. In mehrfachen Bereichen. Ich bin gespannt über all dies und hoffe auf viele Türen, die sich öffnen und viele Synergien von euch. Die brauchts dann nämlich...


Noch so ein Thema, welches mir sehr wichtig ist/war(?). Nach zwei Jahren hab ich endlich vom Deutschen Bundestag bezüglich der Petition für die

Aufnahme von Genexpressionstests bei der Diagnosestellung von Brustkrebspatientinnen Post erhalten. Also keinen "post", sondern so richtige Post in Papierform. In einem mehrseitigen Schreiben wurde viel BlaBlaBla aufgeführt. Ich hoffe mal, dass die damals aufgesetzte Petition vielleicht ihren kleinen Teil dazu beigetragen hat, dass das ganze Procedre um das Thema Genexpressionstest schneller behandelt wurde. Zufriedenstellend ist das Ergebnis nicht, weil: BlaBlaBlaBlaBlaBlaaaaa....


Ansonsten ertrinke ich in Anträgen für Behörden udm (aktuell ausnahmsweise für mich und nicht für meinen Sohn). Der Status meines Schwerbehindertenausweises soll überprüft werden. Der erste Entwurf  sieht schon mal gut aus. Doch, doch. Manchmal darf man sich selbst loben. Diese eine extra Woche Urlaub ist extrem wichtig für mich, um unseren gesamten Alltag irgendwie ein bisserle vereinfacht gestemmt zu bekommen.

 

Alle zukunftsweisenden Wege für meinen Sohn, verlaufen derzeit ins Nichts. Sind nicht schön und belasten, einfach weil ich kaum weiß wie es weitergehen soll. Es wird Zeit, dass sich manches klärt, auch wenn mir in mehrfacher Hinsicht gesagt wurde: "Üben Sie sich in Geduld!" Öfff - keine leichte Übung, gerade weil es so wichtig ist. Auch hier steht einiges in Planung, damit wir Mamas für unsere Kinder mit Behinderung, langfristig eine bessere Zukunft in unserer Stadt auf die Beine gestellt bekommen. Das wird ein langer Weg. Schluck...


Zum Abschluss noch etwas Schönes: Justin wird Teil eines Buchprojektes sein. Das hat mein Chef initiiert. Der hat so ganz heimlich hinter meinem Rücken, eine Bewerbung zu diesem Projekt eingereicht. Letzte Woche hab ich erfahren, das mein Kind dabei sein wird. Mit einem Bild vom unvergleichlichen Harald Peter, der Justin mit seiner Kamera im Sommer so großartig in Bildern festhalten konnte, in Kombination eines Blogs von mir, anlässlich Justins seinem 18. Geburtstags. Sobald es soweit ist, zeige ich es euch. Der Erlös wird dann Menschen/Organisationen mit Handicap zu Gute kommen.

 

Danke an jeden von euch, der Justin seine Zeit schenkt und ihn als den nimmt, der er ist. Als den wunderbaren jungen Mann, mit dem großen Herzen! Das bedeutet mir so unglaublich viel und ist mit keinem Gold aufzuwiegen...


Ganz schön viel für den Monat Oktober...

Alles Liebe für euch

Euer Frollein Wunderfein

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