WE CARE Initiative

Wir sind Sarah und Nadine,

 

die Gründerinnen der WE CARE Initiative. Nach den Brustkrebserkrankungen unserer beiden Mamas haben wir festgestellt, dass es für Erkrankte selbst viele tolle und hilfreiche Anlaufstellen und Unterstützungsangebote gibt, für die Angehörigen bisher eher weniger dezidierte Adressen. Deshalb haben wir die WE CARE Initiative ins Leben gerufen, mit dem Ziel, diese Lücke zu schließen und Angehörige von Brustkrebspatientinnen über eine virtuelle Support Plattform zu unterstützen und zu stärken. Mit unserer WE CARE Mission verfolgen wir verschiedene Ziele:

 

Educate yourself - Empowerment durch Education: Solides Wissen rund um das Thema Brustkrebs ist für Angehörige einer an Brustkrebs erkrankten Person ein wichtiges Tool für Empowerment. Wenn Angehörige Erkrankte z.B. zu Arztgesprächen begleiten, können sie Informationen besser einordnen und gezieltere Fragen stellen. Das gibt ihnen das Gefühl, gut informiert zu sein, alle Optionen zu kennen, und am Ende auch mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit als Angehörige. Kurzum: Empowerment. Oft lassen sich auch manche Ängste durch Wissen reduzieren. Vielleicht macht man sich Sorgen über eine bestimmte Frage, über bestimmte Zusammenhänge, die sich durch neue Informationen relativieren lassen. Educate yourself kann dabei helfen, Gedanken zu strukturieren und Angehörige emotional zu entlasten.

 

Take care of yourself: Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass sich weltweit 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen durch Prävention vermeiden ließen. Als Angehörige ist man für Vorbeugung und Vorsorge besonders sensibilisiert und fragt sich deshalb, wie man selbst bestmöglich auf Körper, Geist und Seele achten kann. Wir wollen Angehörige deshalb mit den wichtigsten und neuesten Erkenntnissen aus den Bereichen Vorsorge, Ernährung, Nahrungsergänzung, Sport, etc. versorgen und außerdem einen Fokus darauf legen, was für weibliche Angehörige gut und wichtig zu wissen ist.

 

Love yourself: Wenn Angehörige geliebte Menschen während einer Brustkrebserkrankung begleiten, dürfen sie nicht ihre eigenen emotionalen Bedürfnisse vergessen. Es ist wichtig, dass man sich mit Themen beschäftigt, die einem gut tun und zu wissen: Wie kann ich meine persönlichen Kraftreserven wieder auftanken? Welche Tools gibt es, um Anspannung einfacher loszulassen, meine Gefühle besser zu verstehen und zu verarbeiten und die Verbindung zu mir selbst zu stärken? Von Videos zu Akupressurpunkten bis zum Teilen unserer Lieblingsplaylists - wir wollen Angehörige mit so viel Self-Care-Tipps wie möglich versorgen.

 

Aber unsere Motivation ist noch viel größer: mit der WE CARE Initiative möchten wir die Aufmerksamkeit für Brustgesundheit steigern. Im englischsprachigen Raum ist diese Perspektive auf „Breast Health“ schon deutlich weiter verbreitet - ein Indikator dafür sind die zahlreichen Breast Health influencer auf z.B. Instagram. Wir sprechen im deutschsprachigen Raum meistens erst über dieses Thema, wenn bereits eine Erkrankung diagnostiziert wurde. Außerdem beschäftigen wir uns zu wenig mit der Rolle von Angehörigen, die sich um Krebserkrankte während der Therapie kümmern und gleichzeitig Job, Privatleben, etc. koordinieren. Wie können wir hier als Gesellschaft, als Freundin, als Familie, als Arbeitgeber oder im Kollegenkreis gut bzw. besser als bisher unterstützen?

 

Alle diese Themen haben uns persönlich in unserer Rolle als Töchter von an Brustkrebs erkrankten Mamas enorm beschäftigt. Wichtig ist uns, dass wir unsere „Zielgruppe“ nicht nur in der Mutter-Tochter-Konstellation sehen - unsere Supports richten sich an alle Angehörigen aus dem Familien- oder Freundeskreis. Bei unseren verschiedenen Formaten werden wir durch den großartigen Einsatz unserer WE CARE Experts unterstützt, die z.B. ihr medizinisches Hintergrundwissen mit der WE CARE Community teilen.

 

Die gemeinsame Erfahrung, die wir während der Brustkrebserkrankungen und -therapien unserer Mamas gemacht haben, verbinden uns wie ein unsichtbares Band. Nur zu gut können wir (leider) verstehen, wie man sich als Angehörige/r fühlt, mit welchen Gedanken und Ängsten man sich unweigerlich in dieser Situation beschäftigt. Gerade aufgrund unserer persönlichen, tiefen Verbindung mag eine virtuelle Support Plattform zunächst vielleicht unpersönlich und oberflächlich erscheinen. Wir glauben jedoch fest daran, dass auch ein virtuelles Medium von Angehörigen für Angehörige das Gefühl vermitteln kann, einfach nur verstanden zu werden und nicht allein zu sein.

 

Alles Liebe und Gute wünschen Euch

Sarah und Nadine



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