Jens und Laura

Fotografin Jeanette Bühren
Fotografin Jeanette Bühren

Menschen sind sexuelle Lebewesen. Das heißt: Wir alle haben Sexualität in uns. Es ist egal, welche Hautfarbe, welche Religion oder welches Geschlecht jemand hat. Es ist auch egal, ob jemand eine Behinderung hat.

Wir alle haben Sexualität in uns. Das haben alle Menschen gemeinsam. Aber es gibt gleichzeitig auch einen großen Unterschied: Denn Sexualität kann so verschieden sein – wie Geschmäcker beim Essen oder wie die Haare auf unseren Köpfen. Wir alle haben unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse und Interessen. Sexualität kann für jeden Menschen eine andere Bedeutung haben und Sexualität kann jeder Mensch anders erleben. Das ist manchmal schwer zu verstehen und manchmal ist es auch schwer, herauszufinden wer man ist, was man will und was man darf.

 

Wir möchten über diese spannenden, vielseitigen und wichtigen Lebensbereiche sprechen. Wir möchten vor allem mit Menschen mit Behinderung sprechen, denn hier fehlt es auch heute noch an ausreichend individuellen Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Die praktische Anerkennung der sexuellen und reproduktiven Rechte aller Menschen, die Entwicklung von bedürfnisorientierten Materialien und Methoden und die frühkindliche Sexualerziehung sowie eine altersangemessene sexuelle Bildung müssen wichtige Ziele bleiben. Wir möchten aber auch mit den Unterstützer*innenkreise sprechen. All die Menschen, die Menschen mit Behinderung im Alltag begleiten. Das sind Ehrenamtliche, Mitarbeiter*innen und Fachkräfte, aber selbstverständlich auch die Familien.

 

Was ist uns wichtig?

 

Wir möchten in unserer sexualpädagogischen Arbeit gemeinsam die verschiedenen Seiten von Sexualität aufzeigen und darüber sprechen. Themen wie „Sexuelle Gewalt“, „Wie sage ich Nein?“, „Verhütung“ und „Geschlechtskrankheiten“ haben beispielsweise an Schulen auch heute noch eine hohe Priorität. Vor allem an Förderschulen werden häufig Schutzkonzepte verfolgt, um die Schüler*innen vor den Gefahren der Sexualität zu schützen, was alles wichtig und richtig ist. Dass Sexualität, Liebe und Partnerschaft auch schöne Erlebnisse und Gefühle wecken können, kommt manchmal noch viel zu kurz.

 

Wir möchten auch über die positiven Seiten von Sexualität sprechen:

Sexualität kann und darf schön sein.

Sexualität kann und darf geheimnis-voll sein.

Sexualität kann und darf Spaß machen.

Sexualität kann und darf auch lustvoll und entspannend sein.

Sexualität kann und darf für jeden Menschen anders sein.

 

Jeder Mensch mit Behinderung hat das Recht auf Sexualität – und es liegt an uns allen die Welt dahin zu bewegen, dass die Bedürfnisse nach Liebe, Partnerschaft und Sexualität für alle Menschen zugänglich gemacht wird – trotz aller Sorgen, Ängsten und Befürchtungen, die sicherlich ihre Berechtigung haben.

 

Jensundlaura ist eine sexualpädagogische Bildungsinitiative für Menschen mit Behinderung, die 2019 gegründet wurde. Wir – jensundlaura – sind ausgebildete Sexualpädagog*innen (ISP). Hauptberuflich arbeiten wir schon seit vielen Jahren mit Menschen mit Behinderung zusammen. Jens Brörken ist Sozialarbeiter und Dozent beim Institut für Sexualpädagogik. Laura König ist Sonderpädagogin. Wir beide haben unsere Leidenschaft in der Thematik „Sexualität und Behinderung“ gefunden und uns über die Weiterbildung zum/zur Sexualpädagog*in kennengelernt. Neben der theoretischen Vermittlung der sexualpädagogischen Inhalte, bringen wir eine bunte Mischung aus Erfahrungen, Sensibilität und Wertschätzung aus der alltäglichen (Zusammen)Arbeit mit Menschen mit Behinderung mit.


Jens und Laura

Zeichnung von sams.tage
Zeichnung von sams.tage

Menschen sind sexuelle Lebe-Wesen.

Das heißt: Wir alle haben Sexualität in uns.

Es ist egal, welche Hautfarbe man hat.

Es ist egal, welche Religion man hat.

Oder welches Geschlecht man hat.

Und es ist auch egal,

ob man eine Behinderung hat.

 

Wir alle haben Sexualität in uns.

Das haben alle Menschen gemeinsam.

Aber es gibt auch einen großen Unterschied:

Denn jede Sexualität ist so unterschiedlich.

Wir alle haben unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse.

Wir alle haben unterschiedliche Interessen und Vorlieben.

Sexualität kann für jeden Menschen eine andere Bedeutung haben.

Und Sexualität kann jeder Mensch anders erleben.

Das ist manchmal schwer zu verstehen.

Und manchmal ist es auch schwer herauszufinden,

wer man ist, was man will und was man darf.

 

Was möchten wir?

 

Wir möchten mit Menschen mit Behinderung sprechen.

Wir möchten über Sexualität sprechen.

Und über Liebe, Partnerschaft und Freundschaft.

Über die vielen verschiedenen und spannenden Themen hier.

 

Wir möchten mit Menschen mit Behinderung sprechen.

Denn es gibt hier noch nicht viele Angebote für das Thema Sex.

Wir brauchen mehr Beratungs-Angebote.

Und wir brauchen mehr Unterstützungs-Angebote.

 

Wir möchten auch mit den Menschen sprechen,

die Menschen mit Behinderung im Leben begleiten.

Zum Beispiel:

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Ehren-Amtliche Personen.

Fachkräfte.

Und auch Familien und Angehörige.

 

Unsere Ziele für alle Menschen sind:

Die Umsetzung der sexuellen Rechte.

Die Umsetzung von dem Recht auf Familien-Planung.

Eine gute Sexual-Erziehung in der Kindheit und Jugend.

Sexuelle Bildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Bildung, die auf die Bedürfnisse und Wünsche der einzelnen Personen passt.

Die Entwicklung von neuen und einfachen Materialien und Methoden,

die mehr Menschen verstehen können.

Die Entwicklung des Wörter-Buchs:

Die Welt der Sexualität in einfacher Sprache.

 

Was ist uns wichtig?

 

Wir möchten über die verschiedenen Seiten von Sexualität sprechen.

Wir möchten besonders über die positiven Seiten sprechen.

Denn:

Sexualität kann und darf schön sein.

Sexualität kann und darf geheimnis-voll sein.

Sexualität kann und darf Spaß machen.

Sexualität kann und darf auch lust-voll und entspannend sein.

Sexualität kann und darf für jeden Menschen anders sein.

 

Jeder Mensch mit Behinderung hat das Recht auf Sexualität.

Das ist unsere Aufgabe:

Wir müssen einen Weg finden,

dass jeder Mensch einen Zugang zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität findet.

Trotz aller Sorgen, Ängste und Befürchtungen.

Und trotz der schlechten Seiten von Sexualität.

 

Wer sind wir?

 

Wir sind Jens und Laura. Wir haben ein Bildungs-Angebot gegründet. Das Bildungs-Angebot ist für Menschen mit Behinderung. Und es geht um Liebe, Sex und Partnerschaft. Das Bildungs-Angebot heißt: jensundlaura

 

Wir arbeiten schon lange mit Menschen mit Behinderung zusammen.

Jens ist Heilerziehungs-Pfleger und Sozial-Arbeiter.

Laura ist Sonder-Pädagogin.

Wir beide haben zusammen eine Weiterbildung gemacht.

Daher sind wir auch Sexual-Pädagogen.

Jens ist ein Sexual-Pädagoge.

Und Laura ist eine Sexual-Pädagogin.



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