Claudia Altmann-Pospischek - Bauchfellmetastasen

Claudia Altmann-Pospischek hat nicht nur Leber- und Knochenmetastasen – sondern auch Absiedelungen im Bauchfell. Eine fatale Diagnose, aber auch eine, mit der sie nun bereits seit zwei Jahren lebt.

Bezüglich dieser PERITONEALKARZINOSE, die bei Brustkrebs nicht so häufig vorkommt (wesentlich öfter: Metastasen in Knochen, Leber, Lunge, Hirn), gibt es von der Seite Ihrer LeserInnen immer wieder jede Menge Fragen – deshalb hier einige BASICS, beantwortet von Claudia.

 

Hast du die Bauchfellmetastasen gespürt?

 

Ja, ich hatte im Oberbauch immer wieder ein markantes Stechen und heißes Brennen. Außerdem wurde in meinen Befunden regelmäßig Aszites (Bauchwasser) beschrieben – ebenfalls ein Hinweis; allerdings keiner, den ich selbst wahrgenommen hätte.

 

Was genau versteht man unter Peritonealkarzinose?

 

Als Peritonealkarzinose wird ein flächiger Befall des Bauchfells (Peritoneums) mit bösartigen Tumorzellen bezeichnet. Das Bauchfell kleidet die Bauchhöhle aus und schützt die inneren Organe. In der Regel handelt sich dabei um Metastasen anderer im Bauchraum gelegener Tumore (z. B. Magen, Darm, Eierstöcke). Bei mir saß das Primum allerdings in der Brust – eher ungewöhnlich. Andere Symptome: Darmverschluss oder Nierenstau.

 

Wie sieht es mit der Behandelbarkeit aus?

 

Peritonealkarzinosen sind recht schlecht behandelbar. Oft ist eine operative Entfernung nicht möglich. Auch durch herkömmliche Chemotherapien ist eine Heilung wenig wahrscheinlich. Das liegt daran, dass die Zytostatika über das Blutgefäßsystem verabreicht werden und so hauptsächlich in gut durchblutete Organe gelangen; das Bauchfell ist allerdings schlecht durchblutet.

 

Welche Therapie hast du erhalten?

 

Ich habe eine HIPEC (Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie) bekommen. Bei diesem Verfahren wird eine Operation mit einer lokalen Chemotherapie kombiniert. Dabei werden die zellzerstörenden Medikamente nach der operativen Entfernung des Tumors direkt in den Bauchraum gespült. Die Flüssigkeit wird zuvor auf 41 bis 42 °C erwärmt, was die Durchblutung des Bauchraumes und damit die Wirksamkeit der Zytostatika verstärken soll. Bei mir war der Eingriff aufwendig, schmerzhaft und dauerte fast 9 Stunden.

 

Was kann man sonst noch tun?

 

Es gibt auch ein anderes, etwas schonenderes Verfahren, das man PIPAC (Pressurized Intraperitoneal Aerosol Chemotherapy) nennt. Dabei wird das Chemotherapeutikum durch eine Mikroinjektionspumpe direkt in der Bauchhöhle zu einem Aerosol zerstäubt. Dadurch erhöht sich die Eindringtiefe des Wirkstoffs ins Peritoneum, die Operationsdauer wird verringert und die Chemotherapie kann aufgrund der geringen Nebenwirkungen im Bedarfsfall wiederholt werden.

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Quelle: MedUni Wien, Wikipedia


Claudias Blog findet ihr auf Facebook, unter Claudias Cancer Challenge

und gleichnamig auf Instagram: Claudias Cancer Challenge

 

Liebe Claudia,

 

vielen Dank für das zur Verfügung stellen deines Beitrags bezüglich der Bauchfellmetastasen.


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